Gemeinsame Fahrt zum Studentischen Winterkongress

Vom 11. bis zum 13. Januar 2019 findet in Halle der Studentische Winterkongress des freien zusammenschluss von studentinnenschaften statt.
Das Thema Antisemitismus an Hochschulen wird wie folgt angekündigt: „Wir verstehen Antisemitismus in seinen verschiedenen Ausdrucksformen als ein gesamtgesellschaftliches Problem und somit auch ein Problem in den Hochschulen. Nicht nur die Boykottbewegung BDS versucht immer wieder in Hochschulen Fuß zu fassen, auch rechtsnationale Burschenschaften und antiimperialistische Gruppen pflegen ein antisemitisches Weltbild und dämonisieren den jüdischen Staat Israel. Ausgehend von dieser Feststellung soll der studentische Winterkongress eine Plattform sein, um mit Podiumsdiskussionen, Workshops und Vorträgen aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in die Ausdrucksformen von Antisemitismus im Kontext der Hochschule geben und Möglichkeiten von Interventionen diskutieren. Außerdem sollen Gruppen und Akteure, die lokal in der Antisemitismusprävention aktiv sind, miteinander vernetzt werden.“

Das vielversprechende Programm ist hier einsehbar.

Wer gemeinsam mit uns nach Halle fahren möchte, kann sich entweder per Facebook oder per Email an uns wenden.
Falls es euch aus finanziellen Gründen nicht möglich sein sollte an dem Kongress teilzunehmen, finden wir dafür bestimmt eine Lösung.

Kapitalismus und Geschlechterverhältnis

Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz

Schon seit Mitte der 2000er Jahre lässt sich eine Marx-Renaissance beobachten. Nach dem cultural turn treten nun wieder „materielle“ Aspekte in den Vordergrund. Jedoch sind marxo-feministische Konzepte rar, die jenseits traditioneller Marxismen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und den neuen Krisenentwicklungen im Kapitalismus Neuland betreten. In dem Referat wird thesenhaft die Wert-Abspaltungstheorie vorgestellt, die einer neuen Qualität des kapitalistischen Patriarchats Rechnung tragen will und dabei auch die kulturell-symbolische Ebene einzubeziehen versucht.

Datum: 6. Dezember 2018

Uhrzeit: 19 Uhr

Ort: Raum 00/0080 Hörsaalgebäude Biegenstraße 14

Organisiert wird der Vortrag von der Gruppe streit_wagen in Kooperation mit der Linken Fachschaft 03.

Workshop zu „Kritische Männlichkeit“

In der Kritischen Männerforschung werden die gesellschaftlichen Prozesse hinterfragt, die die individuelle Entwicklung von Männern* beeinflussen. Von diesem Punkt aus soll geklärt werden, was Männlichkeit eigentlich ist und wie ich kritisch mit meiner Männlichkeit umgehen kann. Dafür soll gemeinsam über das eigene Verhalten und die geschlechtsspezifische Sozialisation reflektiert werden, um individuell zu bestimmen, wo man steht. Hieraus sollen Strategien entwickelt werden, wie damit verantwortungsvoll umgegangen werden kann. Für die Teilnahme ist kein Vorwissen nötig.

Open to all-gender.

Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist, meldet euch bitte unter
folgender E-Mailadresse verbindlich an: linkefachschaft03@riseup.net

Dienstag, 04.09.2018, 10-16 Uhr

Islamistische Strukturen in Marburg

Islamismus in seinen verschiedenen Spielarten stellt eine Herausforderung für die freie Gesellschaft dar.

Islamistische Organisationen, die sich unterhalb des gewaltbereiten Extremismus bewegen, tarnen sich als Kulturvereine, Integrationsprojekte oder Deradikalisierungsprogramme. Die Strategie dieser meist legal und friedlich agierenden Organisationen ist es, sich als „moderater“ Islam anzubieten und so den Bedarf nach Dialogpartnern zu stillen. Im Hintergrund werden jedoch langfristig ganz eigene, nicht selten verfassungsfeindliche Ziele verfolgt und reaktionäre bzw. totalitäre Haltungen vertreten. Solche Haltungen finden sich auch bei bereits etablierten Strukturen in den hiesigen Kommunen, ohne dass dies ausreichend gesellschaftlich wahrgenommen und diskutiert würde. Grund ist eine Doppelstrategie, die die Ideologie zur Mehrheitsgesellschaft hin verdeckt.

Der Vortrag liefert eine Übersicht über Stärke und Struktur der regionalen islamistischen Szene. Einzelne Beispiele verdeutlichen auf pointierte Weise die Bedeutung der Verbreitung von Wissen über islamistische Strategien auch für Dörfer und Kleinstädte und die Notwendigkeit, sich diesen entgegenzustellen.

Sigrid Hermann-Marschall ist SPD-Mitglied und Expertin für islamistische Strukturen in Hessen. Sie bloggt regelmäßig Fotos und Materialsammlungen zum Islamismus auf ihrem Blog „Vorwärts und nicht Vergessen“, der auch in der regionalen und überregionalen Presse Anklang findet.

Der Vortrag findet in Raum 05B05 in der Philosophischen Fakultät (Wilhelm-Röpke-Straße 6, 35039 Marburg) statt. Der Raum wird ab dem Foyer ausgeschildert.

Die Veranstalter behalten es sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

Organisiert von der Linken Fachschaft 03, dem Bündnis gegen Antisemitismus Marburg und dem Offenen Antifa Treffen Marburg.

CNMS Mitarbeiter*innen missbrauchen Machtposition

Die Aktive Fachschaft Politikwissenschaften hatte geplant am 28. Juni einen Vortrag mit Sigrid Hermann-Marschall zum Thema „Islamistische Strukturen in Marburg“ durchzuführen. Dies wurde jedoch durch Druck von Dozent*innen des Centrums für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) verhindert.
Die Mitglieder der Fachschaft wurden nicht während ihrer öffentlichen Plenumszeit oder bei einem per Mail vereinbarten Treffen auf die Veranstaltung angesprochen, sondern informell während eines Seminars. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des CNMS versuchte in der Pause seines Seminars die Referentinnenauswahl der Fachschaft zu diskreditieren. Sigrid Hermann-Marschall, die seit Jahren einen Blog zu islamistischen Strukturen betreibt, sei für so einen Vortrag nicht qualifiziert. Hintergrund dürfte sein, dass Hermann-Marschall auf ihrem Blog immer wieder die Verbindungen von Marburger Universitätsangehörigen zu Moscheegemeinden mit problematischen Inhalten benennt. Der Mitarbeiter meinte der Fachschaft drohe viel Unruhe von Seiten des CNMS und gerade der Professor*innen. Implizit wurde damit angedeutet, dass Professor*innen die Mitglieder der Fachschaft benachteiligen könnten.
Teile des CNMS nutzen so ihre Machtposition innerhalb der Universität aus um ihnen unangenehme Positionen zu verdrängen. Die Powifachschaft gab dem Druck aus dem CNMS nach und sagte die Veranstaltung ab.
Wir als Linke Fachschaft verurteilen diese Einmischung von Dozent*innen in Arbeit der studentischen Selbstorganisation auf Schärfste. Es ist notwendig sich auch kritisch mit der Arbeit von CNMS- Professor*innen und Dozent*innen auseinanderzusetzen.

Deshalb werden wir am 5. Juli eine Ersatzveranstaltung mit Sigrid Hermann-Marschall durchführen. Der Vortrag findet in Raum 05B05 in der Philosophischen Fakultät (Wilhelm-Röpke-Straße 6, 35039 Marburg) statt. Der Raum wird ab dem Foyer ausgeschildert.